Seit meiner Kindheit widme ich mich der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Welttheater und seiner vielschichtigen Symbolik. In farbintensiven Werken mit Buntstiften, Acryl- und Lackfarben entwickle ich detailreiche, fantastisch-psychedelische Bildräume, gespeist aus surrealen, biblisch aufgeladenen Traum- und Gedankenlandschaften, die ich in einen zeitgenössischen Kontext überführe. Im Spannungsfeld zwischen analoger und virtueller Wahrnehmung sezieren meine Arbeiten mit klarer Bildsprache und prägnanten Texten das vernetzte Gemeinwesen und die digitale Masse und machen sie zum Schauplatz einer inneren wie äußeren Apokalypse, in der spirituelle Leere, technologische Hybris und kollektiver Kontrollverlust aufeinandertreffen. Zentrales Anliegen meines Schaffens ist es, den existenziellen Sinn und Wahnsinn unserer Zeit auf Papier zu bannen und für die Nachwelt festzuhalten – als visuelle Chronik einer Epoche im Ausnahmezustand, deren Abgründe, Sehnsüchte und Träume in meiner Kunst Ausdruck finden: zur transformativen Reflexion der Gegenwart und als Mahnmal in einer fernen Zukunft. Für die Fertigstellung eines Bildes benötige ich etwa zwischen einer Woche und einem Leben…