Selbstreflektion
SELBSTREFLEKTION

Buntstifte/Wasserfarben, 70 × 90 cm, 2025
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Inmitten eines pulsierenden, smaragdgrünen Ätherraums erhebt sich eine chimärische Gestalt in kosmischer Perfektion - geboren aus Struktur, Form und kristalliner Ekstase - strahlend und vollkommen. Eine Dornenkrone aus perfekt geschliffenen Kristallen ziert ihr Haupt - Ausdruck opulenter Ausschweifung, sublimiert zu reiner Schönheit. Keine Augen, die sehen - bloß Replikationen eines evolutionären Musters, das längst bedeutungslos geworden ist - mit Blicken, die ins Leere führen - wie Spiegel, die sich unendlich oft selbst reflektieren, ohne Subjekt, ohne Zentrum. Kein Mund, der spricht - nur Form, ohne Botschaft, ohne Schmerz, ohne Freude. Alles Emotionale in dieser Erscheinung ist ausgebrannt - wie Schlacke aus einem überhitzten Stern – übriggeblieben nur das Materielle: ein Körper als lebender Schrein, ein Tempel aus Symmetrie und Pracht, ein Gesamtkunstwerk der Makellosigkeit. Im eigenen Glanze spiegelt sich die Kreatur selbst in der Tiefe ihres Seins - ihr Wesen reduziert auf die reinste materielle Form, mit dem einzigen Sinn und Lebensinhalt: zu glitzern und zu scheinen.